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Urlaubsfotos aus der Luft können zu erheblichen Strafen führen

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Wollen Sie mit ihrer Kamera-Drohne in den Urlaub fahren und schöne Selfies am Strand machen? So einfach ist das nicht! Auch im Ausland gibt es umfangreiche Regeln zu beachten.

Spiegelreflex und Action-Kameras waren gestern. Wer heute seine Kollegen noch mit seinen Urlaubsbildern beeindrucken will, der kauft sich eine Drohne. Die fliegenden Kameras werden immer erschwinglicher und einfacher zu bedienen. Somit ist es kein Wunder, dass die Drohnen voll im Trend sind.

In Österreich gelten strenge Regeln für die Nutzung von Drohnen. Obwohl die Gesetze in anderen Ländern meistens viel lockerer sind, muss man sich auch im Urlaubsland umfassend informieren. Denn bei Verstößen können in Extremfällen Gefängnisstrafen von bis zu 30 Jahren verhängt werden. Das haben aktuelle Recherchen des Drohnen-Portals my-road.de ergeben.

Hohe Strafen bei Verstößen

In 16 Ländern weltweit ist die private Nutzung von Drohnen vollständig untersagt. In diesen Staaten kann es dazu kommen, dass die fliegenden Kameras von den örtlichen Behörden beschlagnahmt werden. Unter Umständen kann man die Drohne bei der Ausreise wieder zurückerhalten.

In Ländern, in denen Drohnen-Flüge erlaubt sind, können finanzielle Strafen auferlegt werden, wenn sich die Anwender nicht an die regionalen Auflagen halten. So können die tschechischen Ordnungshüter bei einem Vergehen eine Geldbuße von bis zu 185.000 Euro aussprechen. Diese Strafen haben einen deutlichen abschreckenden Effekt.

Frühzeitig um Genehmigungen kümmern

In 61 Ländern müssen sich Hobby-Piloten um eine vorherige Genehmigung bei der zuständigen Behörde kümmern, um eine Drohne einsetzen zu dürfen. Was in den USA mit dem Ausfüllen eines Onlineformulars schnell erledigt ist, kann sich in anderen Nationen zu einem bürokratischen Kraftakt entwickeln.

So muss in Thailand ein aufwändiges Prozedere durchlaufen werden, zudem auch eine Sicherheitsüberprüfung gehört. Bis Urlauber ihre Drohnen-Lizenz erhalten, kann es bis zu einem halben Jahr dauern.

Auch im beliebten Urlaubsland Kroatien sind viele Hürden zu nehmen, jedoch ähneln die Bedingungen den österreichischen Regeln.

So sollten Sie Ihre Drohne im Ausland verwenden

Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten sich Drohnen-Piloten immer vorab über die aktuellen Bestimmungen im Zielland informieren, sollte es keine speziellen Regeln geben, empfehlen die Blogger immer vor Ort nachzufragen, was erlaubt sei. Zudem sollten alle Flugmanöver über eine Drohnen-Versicherung abgedeckt sein, ausreichend Abstand zu Unbeteiligten sowie Flughäfen gewahrt und eine Flughöhe von 100 Metern nicht überschritten werden.

Wichtig zu wissen ist auch, dass der Einsatz von Drohnen an vielen beliebten Sehenswürdigkeiten nicht erlaubt ist. Verbote gelten unter anderem in Rom, Paris, am Machu Picchu oder im Berliner Regierungsviertel.

Wer also eine Reise mit einem Multicopter plant, hat viel zu beachten. Im Zweifel gilt: Lieber eine schöne Situation vom Boden aus genießen als in Schwierigkeiten zu geraten. Der Urlaub soll schließlich der Erholung dienen.

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Zuletzt vor 400 Tagen aktualisiert von Helmar Liebl

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